Sonntag, 28. Oktober 2012

Ein Schritt zurück. Zähneknirschend :-(

In letzter Zeit konnte ich meine vegane Ernährung nicht mehr 100% aufrechterhalten, aus gesundheitlichen Gründen. Ich habe seit längerem heftige Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die mir mittlerweile das vegane Essen zum absoluten Un-Genuß haben werden lassen.

Esse ich für mich "falsche" Sachen, sehen die Symptome z.B. so aus: Bleierne Müdigkeit, Körperschwäche, stark erhöhter Puls, angeschwollene Nasenschleimhaut, Herzprobleme, Herzrhythmusstörungen, Depressivität...
Alles nichts Schönes, um es euphemistisch auszudrücken.

Ich saß seit längerem schon oft am Abendbrottisch und aß artig die extrem eingeschränkte Auswahl an veganen Produkten, die ich noch vertrage, und es schmeckte mir absolut nicht mehr, und ich wurde auch einfach nicht mehr satt. Genuß gleich Null. Ein Gefühl des Unglücklichseins und der Unzufriedenheit nach den Mahlzeiten. Kann das ein richtiger Weg sein???

Damit Ihr versteht, um was für Nahrungmittel es bei den Unverträglichkeiten geht:

Ich vertrage keinerlei Gluten. Daraus folgt:
Keinerlei Nudeln.
Keinerlei Brote oder Brötchen.
Keine Bratlinge.
Kein Kuchen.
Keine Getreidebreie.
Keinerlei vegane Ersatzprodukte, die Gluten enthalten (fast alle veganen Ersatzprodukte basieren auf Gluten!).
Somit keine veganen Aufschnitte, keine veganen Würstchen, keine veganen Schnitzel und was es da nicht alles Tolles gibt.

Ich liebe z.B. die kreativen Ideen auf Peter´s Blog (die Umsteiger), und mir läuft immer das Wasser im Munde zusammen bei seinen tollen Kreationen. Doch ich kann sie nicht nachkochen, nur angucken :-(. Das ist auf Dauer extrem frustrierend.

Mittlerweile vertrage ich auch etliche glutenfreie Getreide nicht mehr wie z.B. Mais. D.h. nicht mal mehr Maiswaffeln kommen nun noch als Brotersatz für mich in Frage, sondern ausschließlich Reiswaffeln (ich kann sie nicht mehr sehen!!!).
Glutenfrei gebackene Brote sind meistens auf Maisbasis. Auch ein Reisbrot von dm enthält zusätzlich Mais. Damit habe ich mich in den letzten Monaten, neben den Reiswaffeln, über Wasser gehalten, doch geschmeckt hat es mir nie. Vertrage tu ich es jetzt auch nicht mehr. Somit ist auch das "gegessen" (*haha!*).

Nun gibt es ja noch die leckeren diversen veganen Aufstriche. Die sind aber zumeist auf Sonnenblumenkernbasis. Ich vertrage fatalerweise aber schon lange keine Nüsse und Saaten mehr. Eine Ausnahme bilden bislang noch die Walnüsse. Somit kann ich KEINE dieser Aufstriche essen. Es gibt zwar noch die kleinen Aufstrich-Gläschen von Alnatura, die nicht auf Sonnenblumenkernbasis sind, doch die sind auf reiner Gemüsebasis, sättigen daher nicht, da sie kaum Eiweiß enthalten und schmecken alle irgendwie vornehmlich nach Essig. Ich mochte sie noch nie.

Die vegetarischen "Pasteten" in den Döschen kennt sicher jeder, und sicher weiß daher auch jeder, daß sie alle irgendwie extrem gleich schmecken. Ist auf Dauer kein Genuß.
Auch alles, was auf Cashewbasis gemacht wird, geht nicht. Mandeln gehen nicht. Haselnüsse nicht..... Also keine Mandelmilch selbermachen, keine Cashewsahne und ähnlich feine Sachen aus Nüssen und Saaten.

Nun bleiben nur noch Hülsenfrüchte und Tofu. Hülsenfrüchte sind lecker, doch sie sättigen mich nur kurzfristig. Tofu kann ich kaum mehr sehen. Immer nur TofuTofuTofu als Eiweißquelle, das macht mürbe. Karge Kost als täglich Brot, da kommt keine Freude auf.

Somit habe ich mich gezwungen gefühlt, erstmal wieder ein paar Milchprodukte in meine Ernährung einzubauen. Das heißt konkret: Ich habe zum Abendbrot gestern nach meinem Salat z.B. ein Päckchen Sahnequark gegessen. Damit habe ich mich gesättigt gefühlt und es hat mir gut geschmeckt (UND ich habe es gut vertragen). Somit werde ich in nächster Zeit zu einer Mahlzeit am Tage irgendeine Käseart essen, vornehmlich wohl Quark.

Kürzlich habe ich dennoch eine tolle vegane Mahlzeit "erfunden", das Rezept (für 2 Personen) möchte ich Euch hier zeigen. Und zwar ist es eine Art Milchreis, aber viel unkomplizierter als Milchreis, denn bei dem muß man ja möchlichst dabei stehen und immer mal umrühren, damit er nicht ansetzt. "Mein" Milchreis geht so:

180g Reis
1 Dose Kokosmilch (von Alnatura die große, weiß gerade nicht, wieviel ml da drin sind. Davon ca. 3/4 des Inhaltes)
1 geh. TL Zimt
Prise Salz
2 EL Rohrzucker
etwas Kurkuma
4 EL Kokosflocken
300 g Dose Mandarinorangen, abgetropft

Den Reis kochen.
Derweil die Kokosmilch in einem Topf erhitzen, so daß die festen Anteile schmelzen. Salz, Zucker, Gewürze und Kokosflocken einrühren.
Der gegarte Reis kommt dann in eine große Schüssel, und dort hinein gebt Ihr die erhitze, gewürzte Kokosmilch. Obendrauf die Mandarinorangen. Alles flink durchrühren und fertig ist ein superleckerer Milchreis.

Mir und meinem Freund hat er sehr gut geschmeckt, doch ich habe das Kokos leider nicht vertragen und mußte mich anschließend übergeben :-/. Ich weiß, das ist nun eine etwas bizarre Empfehlung für ein Essen ;-), aber das mit der anschließenden Übelkeit liegt ja an meiner Unverträglichkeit, nicht an dem leckeren Essen.

Ihr seht: Veganes Essen ist für mich leider nicht unbedingt eine reine Freude. Daher denke ich, daß mein vorläufiger "Rückschritt" für jeden nachvollziehbar ist. Ich finde es zwar ganz furchtbar, daß ich gegen meine eigenen ethischen Überzeugungen handeln muß, aber ich sehe momentan keinen anderen Weg.

Liebe Grüße
Iris

Kommentare:

  1. Oh nein, das hört sich ja gar nicht gut an! :(
    Ich stelle mir das wirklich sehr schwierig vor, wenn man so viele Unverträglichkeiten hat.

    Dann kannst de ja eigentlich nur hauptsächlich auf Obst & Gemüse zurückgreifen oder?

    Kann deinen Rückschritt in dem Falle nachvollziehen.. mach dich nicht verückt. Vielleicht wird es ja wieder besser mit der Zeit?

    Viele Grüße

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    1. Liebe Michelle,
      ja, Obst und Gemüse gehen prima. Und ein paar Kohlehydratsachen wie Reis, Quinoa, Kartoffeln...
      Aber davon satt werden und mit Genuß essen geht auf Dauer nicht. Vor allem vermisse ich Nüsse und Mandeln. Und mal ein richtig leckeres Brot oder Brötchen. Oder in ein veganes Würstchen beißen *mjamm!*...

      In der Tat habe ich die feste Zuversicht, daß sich meine Unverträglichkeiten wieder bessern bzw. sogar ganz verschwinden. Ich hatte im August auch schon einen Termin bei einer Heilpraktikerin, die eine sehr gute und schnell wirksame Methode anwendet (es ist die NAET-Methode). Hätte ich diese Heilpraktikerin aufgesucht, wäre ich heute wohl schon beschwerdefrei.
      Leider war es aber so, daß ein anderes gesundheitliches Problem sich zu dem Zeitpunkt "vorgedrängelt" hatte, welches noch viel gravierender ist als die Allergien. Dies zu behandeln war/ist noch dringlicher. Daher mußte ich die Behandlung der Allergien erstmal vertagen, da beide Behandlungen gleichzeitig kollidieren würden. Ich muß halt Geduld haben. Eins nach dem anderen.
      Liebe Grüße
      Iris

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    2. Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Erfolg bei der Heilpraktikerin wenn es soweit ist :-)

      Habe gestern auch Zufall ein Rezept für Brownies gefunden, dass ganz ohne Mehl auskommt.. Walnüsse und Datteln veträgst du doch oder?

      http://www.rock-the-kitchen.de/2012/04/raw-banana-nut-brownie/

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    3. Danke, liebe Michelle, für das Rezept. Haselnüsse vertrag ich aber ja leider nicht, wobei man die vlt noch durch Walnüsse ersetzen könnte. Aber Kakao vertrag ich auch nicht, wirkt bei mir wie Kaffee (da er Theobromin enthält). Ich kann auch nur wenig Schokolade essen, Zartbitter z.B. schon gar nicht, höchstens ein Ministückchen... :-/
      Liebe Grüße
      Iris

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  2. Liebe Iris,
    ich lese Deinen liebenswerten Blog jetzt schon eine kleine Weile.
    Auch ich habe etliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Gluten ebenso wie bei Dir, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide und Sojaprodukte nur in kleinen Mengen) und hatte leider vor 15 Jahren auch eine Essstörung. Ich weiß nicht, ob es daher kommt, aber seit dem habe ich Probleme mit der Verdauung (wahrscheinlich ist die gesunde Darmflora ins Ungleichgewicht geraten) Oft fühle ich mich nach dem Essen müde, bekomme Magenkrämpfe, bin ange-/verspannt und bekomme schlecht Luft, Blähungen und Durchfall oder Verstopfung.
    Ich weiß, welche Einschränkung der Lebensqualität es bedeutet, wenn Essen nicht Energie gibt, sondern nimmt. Daher verstehe ich Deine Entscheidung, wenn es Dir damit gesundheitlich besser geht.
    Ich bin erst seit 2 Jahren vegan, hoffe aber dass noch ganz viele dazukommen können. Trotz Nahrungsmittelunverträglichkeiten habe ich glücklicherweise viele Dinge, die ich liebe und gut vertrage: vor allem jede Menge Gemüse ;) und vor allem Rohkost (wenn sie nicht zu viele Nüsse und Fett enthält). Ich versuche tagsüber Rohkost zu essen (viele grünen Smoothies und Salate) und abends etwas Gekochtes. Was mein Magen generell gar nicht mag, ist zu viel zu essen und zu wenig Zeit zwischen den einzelnen Mahlzeiten (und Zucker). Dagegen mag mein Magen 3 regelmäßige Mahlzeiten am Tag mit überschaubaren Portionen ;) und gutes Kauen! Das ist zumindest mein Plan, aber oft nasche ich dann leider zwischendurch (das Falsche) und bekomme dann prompt die „Quittung“.
    Aber generell hat es mir schon viel geholfen, Getreide wegzulassen (ich vermisse es nicht und wenn doch, dann esse ich einfach mal eine kleinere Menge). Sport , Bewegung und Entspannung hilft ebenso sehr.
    Und Rohkost eben. Ich hoffe ja, dass ich damit auf einen richtigen Weg bin und sich meine Verdauung noch weiter verbessert. Leider hast Du negative Erfahrungen mit Rohkost gemacht. Was hast Du denn in dieser Zeit gegessen, dass du so stark an Gewicht verloren hast? Waren auch rohes Getreide und Nüsse dabei?
    Alles Liebe und Gesundheit ;)

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    1. Liebe Agnes,
      was die Rohkost angeht, so ist die reine Ernährung damit schon sehr lange her. Aber ich habe auch in diesem Frühjahr eine Zeit gehabt, in der ich sehr rohkostlastig gegessen habe, allerdings alles andere als 100%, sondern vlt so 60-70%. Selbst da habe ich schon wieder innerhalb kurzer Zeit 3 Kilo abgenommen. Zuviel Rohkost ist (leider!) nichts für mich, ich brauche "schwerere" Sachen, um mich wohl zu fühlen.
      Ich weiß nicht, wie lange Du meinen Blog schon liest, aber in folgendem Post habe ich alles über meine RK-Zeit mit anschließender Bulimie berichtet. Wie gesagt, 100% Rohkost ist für mich abgehakt, da es für mich nicht funktioniert. Ich finde es aber toll, daß es Menschen gibt, die gut damit zurechtkommen.
      http://seelengold.blogspot.de/2012/06/wenn-rohkost-zum-verhangnis-wird-ein.html

      Liebe Grüße
      Iris

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  3. Huhu Iris, das klingt nicht so gut :-( Ich hab ja auch ein paar Essproblemchen (Vegan + HistaminintoleranZ), aber ich habe für mich das Richtige gefunden. Mir tut es am besten, wenn ich so einfach wie möglich esse.
    Hast du mal Amaranthbrot probiert? Gibt es im Bioladen, schmeckt lecker und ist Glutenfrei, z.B. http://www.querfood.de/Frische-Backwaren/Bio-Quinoa-Amaranth-Brot::101.html
    dazu ne Paprika und ein bißchen Oliven - oder Leinöl. Herzhafte Mahlzeit fertig.
    Mittags und abends esse ich nur noch Kartoffel + Gemüse (heute Wirsing, yummy) + Öl oder Reis + Gemüse + Öl. Zwischendurch massig Obst.
    Das sollte doch gehen, oder? Ich könnte gar nicht zurück zu Milchprodukten, weil ich praktischer weise auch eine Laktoseintoleranz habe. Macht mir aber gar nichts ;-)
    Meine Chocoreale packe ich schon häufiger aus, das stimmt, aber die geht dann für dich leider wirklich nicht. Wünsche dir einen entspannten Abend, Grüße von Nina

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    1. Liebe Nina,
      das Amaranthbrot kenne ich noch nicht, danke für den Tip. Ist aber verdammt teuer, würde ich mir nur mal ausnahmsweise leisten.
      Kartoffeln mit nur Gemüse und Öl schmeckt mir prima, hält aber nur eine sehr kurze Zeit vor. Gerade bei Kartoffeln werde ich extrem schnell wieder hungrig, da fühl ich mich dann richtig elend, wenn ich mir nicht schnell genug wieder was reinstopfe. Klar, wenn ich dann z.B. 2 Bananen essen würde bis zur nächsten Mahlzeit, würde es wohl gehen. Aber ich finde es einfach nur lästig, wenn ich ständig ans Essen denken muß, also mir immer was an Obst mitnehmen muß, weil mein Blutzuckerspiegel plötzlich abfällt. Ich möchte möglichst 3 Mahlzeiten essen und fertig.
      Ich hatte das bei der Rohkosternährung, daß ich ständig und oft Hunger bekam und ein Schwächegefühl hatte, das fand ich einfach nur schrecklich. Daher müssen Mahlzeiten bei mir "dicht" sein, damit sie schön vorhalten. Dann hab ich Energie und fühle mich wohl.
      Wir sind halt auch alle total verschieden bzgl. unserer Stoffwechsellagen...
      Der eine braucht z.B. kein Frühstück und fühlt sich wohl dabei. Dagegen wenn ich aufstehe, muß ich, nachdem ich aus dem Bad komme, SOFORT was essen, sonst dreht mein Kreislauf ab....
      Liebe Grüße
      Iris

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  4. hallo! ich kann total verstehen, dass du bei dieser einschränkung nicht mehr 100% vegan essen kannst/willst. aber vllt kannst du dich ja von anderen mit diesem problem inspirieren lassen? bei http://www.cookitlikelilian.de/ gibts zb viele tipps und rezepte.
    mittlerweile gibt es ja auch glutenfreies brot zu kaufen, was glaube ich sogar vegan ist. es gibt sogar veganen glutenfreien fertig-pizzaboden: http://www.rezeptefuchs.de/vegane_produkte/Rewe_frei_von_Pizzaboden_glutenfrei_29280
    ich wünsch dir alles gute für dich und die gesundheit
    lg mausi

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    1. Liebe Mausflaus,
      danke für den Link zu dem Blog, da gibts leckere Gerichte, und sicher werde ich mal was von dort nachkochen.
      Der von Dir genannte Pizzaboden ist leider auf Maisbasis :-/. Vlt probier ich ihn aber trotzdem mal, wenn ich bei rewe vorbeikomme.
      Liebe Grüße
      Iris

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  5. Liebe Iris,
    oh je, das tut mir total leid zu lesen, wie viele Probleme du hast mit deinen Unverträglichkeiten. Ich hoffe, es geht dir bald wieder besser und es ist irgendwie in den Griff zu bekommen bzw. die vegane Produktpalette wird ja stetig ausgebaut, hoffentlich bald auch um ein paar mehr Sachen, die du verträgst.
    Liebe Grüße
    Kate

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    1. Liebe Kate,
      ja, ich hoffe auch, daß es mir irgendwann besser gehen wird, ich bin da sehr zuversichtlich. Es wird halt nur noch was dauern...
      Und, ja, sicher wird es immer mehr vegane Produkte geben. Nur, wie gesagt, die Sachen auf Tofubasis (die ich ja vertrage) bekomm ich bald nicht mehr runter, da schon zu oft gegessen in Ermangelung von Alternativen... :-/
      Liebe Grüße
      Iris

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  6. Hallo Iris,
    auch ich finde es natürlich traurig, zu lesen, dass du mit so vielen Unverträglichkeiten zu kämpfen hast. Allerdings kann es auch an den Kombinationen liegen. Warst du schon beim Doc und hast es abklären lassen? Viele Intoleranzen rühren von einem anderen Problem her. Dass du Milchprodukte gut verträgst, ist ein Hinweis darauf, dass es wohl eher vom Darm kommt. Ich würds abklären lassen, denn wenn man sowas bleiben lässt, kann das immer schlimmer werden und am Ende sitzt man nur noch mit gekochten Kartoffeln ohne alles da und das ist ja auch nicht schön.
    Lass dich auf jeden Fall nicht stressen und wie Mausflaus schon gesagt hat: Es gibt viele vegane Blogs die auch glutenfrei etc. kochen. Sogar beim diesjährigen Vegan Wednesday gibt es eine eigene Sparte Soja/Glutenfrei:
    http://www.veganmofo.com/categories/
    Vielleicht kannst du dich da ja inspirieren lassen.
    Oh und was mir noch einfällt: Schau mal, ob du aktuell viel Stress hast, evtl. auch seelisch (oft spürt man das erst, wenn man mal tief in sich reinhört), denn der kann auch auf den Magen schlagen.
    Liebe Grüße & alles Gute,
    Mary :)

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    1. Liebe Mary,
      eigentlich vertrage ich Milchprodukte auch nicht 100%. Als ich vor ein paar Monaten mal etwas Schlagsahne auf Erdbeeren aß, ging mir die Nase sofort zu. Umso mehr wundere ich mich ehrlich gesagt, daß ich Quark bislang vertrage (naja, habe auch erst 2 Packungen gegessen).
      Danke auch für Deinen Link!
      Und ja, von seelischem Streß bin ich in der Tat auch alles andere als frei, da arbeite ich aber schon dran, das Lösen von gewissen Probleme liegt allerdings nicht allein in meiner Macht, daher muß ich auch hier noch Geduld beweisen.
      Was das Abklären durch einen Arzt angeht, so habe ich bzgl. der Unverträglichkeiten schon einen Vorgehensplan, allerdings alternativ. Siehe oben mein Kommentar bei La Veganée.
      Liebe Grüße
      Iris

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  7. Hallo liebe Iris,

    was ich da lese macht mich wirklich traurig. Nicht weil du wieder auf Milchprodukte zurückgreifen "musst", sondern, weil dein Speisezeittel so unglaublich eingeschränkt ist. Ich habe auch eine gute Freundin, die früher vegetarisch lebte un dann erst eine Laktoseintolleranz und danach eine Fructoseintolleranz und Sojaunverträglichkeit entwickelte. Da merk ich immer, wie schwer es für sie ist, jetzt wieder Fleisch zu essen, da sie sonst fast garnichts essen kann. Das tut mir immer sehr leid. So auch bei dir.
    Ich habe auch einen kleinen Tip für dich. Probiere doch mal Chiasamen (www.pureraw.de) aus. Die sollen ja unheimlich sättigen, da sie ihr Volumen unter Zufuhr von Flüssigkeit stark vergrößern. Und Leinsamen? Gehen die bei dir, die quellen ja auch auf.
    Ich hoffe, dass du für die Zukunft gaaaanz viele Rezepte findest, die gut für dich sind, die dir schmecken und die dich vor allem sättigen.

    Alles Liebe!

    Nicole

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    1. Liebe Nicole,
      ist schon ein Kreuz mit den Unverträglichkeiten, wo man auch hinhört, gibt es Menschen, die davon betroffen sind. Früher gabs das nur wenig, heute ist es eine regelrechte "Seuche". Ich habe die feste Zuversicht, daß ich irgendwann wieder alles essen kann, was ich möchte, denn es gibt Wege, um solche Unverträglichkeiten wieder loszuwerden (hatte es im Kommentar von La Veganée ganz oben erwähnt).
      Bis dahin schaue ich, wie ich damit zurechtkomme, daß ich mich nun wieder an Milchprodukte wage. Auch da esse ich ja nur ein paar Sachen, vieles aus meiner vegetarischen Zeit mag ich gar nicht mehr so, eigentlich nur die mild schmeckenden Sachen wie Quark, Mozarella... Und Milch trinken tu ich nicht, habe ich schon als Vegetarier nicht mehr gemacht.
      Ich stelle es mir auch sehr schlimm vor, wenn man als ethisch motivierter Vegetarier oder Veganer aufgrund von Unverträglichkeiten auf Fleisch zurückgreifen muß. Ich glaube, das könnt ich nicht. Ich kann es kaum ertragen, wenn vor mir an der Kasse die Menschen ihre Wurst- und Fleischwaren aufs Fließband legen, bekomme da fast einen Brechreiz.

      Bitte weise Deine Freundin unbedingt auf die NAET-Methode hin, die soll bei Unverträglichkeiten sehr gut helfen, sogar sehr schnell. Ich habe mal mit einer jungen Frau gesprochen, die fast nichts mehr essen konnte und die jetzt seit über 2 Jahren wieder ALLES essen kann.

      Ich bin momentan noch in Behandlung wegen eines anderen "Gebrechens", daher muß ich mit NAET noch warten bzw. die Behandlung, in der ich bin, kann evtl auch bewirken, daß die Unverträglichkeiten verschwinden werden und ich NAET nicht mehr brauchen werde. Dauert aber.

      Chiasamen kenne ich, wollte ich mir eh mal wieder kaufen. Die sind aber sehr teuer, als Grundnahrungsmittel daher nicht geeignet. Leinsamen esse ich morgens zum Frühstück, die vertrage ich noch. Aber davon sollte man nicht zuviel essen, da Leinsamen Calcium an sich bindet und somit ein Calciumräuber ist.
      Liebe Grüße
      Iris

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  8. Hej, ich wünsche dir, dass es dir schnell wieder besser geht und dass du vor allem dein "anderes Gebrechen" in den Griff bekommst, sodass du danach diese Methode anwenden kannst, die bei Unverträglichkeiten hilft.
    In meinem Freundeskreis gibt es mehrere Veganer, die Unverträglichkeiten haben. Eine hat eine Fructoseintoleranz, eine andere gleich Fructose-, Laktoseintoleranz und Zölliakie (also auch Glutenunverträglickeit). Als sie mir das erzählt hat dachte ich auch "wow, da kann man ja nichts mehr essen", aber sie lebt damit sehr gut, ist gesund und kommt damit gut klar. Sie meinte mal, dass es fast so wirke als wolle der Körper, dass sie wieder Fleisch isst, dadurch dass er es ihr mit allem anderen so schwer macht, aber das kommt für sie auf keinen Fall in Frage.
    Gerade auf amerikanischen Blogs findet man eine Vielzahl an veganen Rezepten bei allen möglichen Unverträglichkeiten, im deutschsprachigen Raum habe ich da noch nicht so viel gefunden.
    Liebe Grüße
    Lena

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    1. Liebe Lena,
      wieder Fleisch zu essen käme für mich auch unter keinen Umständen in Frage. Ich werde schon einen Weg finden, wie ich zurechtkomme, bis es mir wieder besser geht. Ich laß mich doch nicht unterkriegen... ;-)
      Liebe Grüße
      Iris

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  9. Liebe Iris,
    danke für Deine Antwort ;), Deinen Bericht über Deine Rohkostzeit + Folgezeit hatte ich früher schon mit Bedauern gelesen. Es tut mir leid, dass du mit Rohkost so schlechte Erfahrungen machen mußtest!!!
    Rohkost kann ja sehr verschieden sein. „Meine“ Rohkost (viel Gemüse, Obts, Salate, wenig Nüsse und Samen, kein Getreide!) funktioniert für mich glücklicherweise gut. Ich esse auch keine 100% roh, „nur“ tagsüber roh und abends etwas Gekochtes (weil ich es einfach auch gern mag). Dass ich kein Gluten vertrage, weiß ich jetzt seit ca. 5 Jahren, dennoch habe ich leider einige Diätfehler gemacht (vertrage auch keine glutefreie Weizenstärke + glutenfreie Haferflocken). In dieser Zeit habe ich fast 10 Kilo an Gewicht verloren. Irgendwann habe ich die „Übeltäter“ entdecken können und auch generell Getreide vermieden. Zudem habe ich mit Entspannungsübungen (Joga) angefangen. Erst jetzt nach 5 Jahren, merke ich wie sich meine Verdauung normalisiert und gerade sogar beschwerdefrei (:)))) bin. Man braucht eben viel Geduld. Folgenden Artikel über Nahrungsmittelallergien kann ich Dir u.a. sehr empfehlen:
    http://www.cellsymbiosis-netzwerk.de/cellsymbiosis/cellsymbiosistherapie/der-darm
    http://www.praxis-widderich.de/Infos/Darm/Leaky_Gut.htm
    Ich wünsche Dir, dass du den richtigen Weg für Dich findest. Gib Deinem Körper Zeit, sich zu regenerieren und gesund zu werden.
    PS: vielen lieben Dank für Dein Rezept für das glutenfreie Buchweizen-Leinsamen-Brot. Ich esse ja nur selten Brot (bzw. Getreide), aber ab und zu finde ich es ganz lecker und vertrage es inzwischen wieder gut. Mir war Dein Brot es etwas zu krümmelig geraten, weshalb ich es etwas abgeändert habe:
    100g Leinsamen und 300ml Wasser ca. 8 Stunden einweichen
    ---------------------------------
    400g Mehl (z.B: Buchweizenmehl, Reismehl, Hirsemehl)
    1 TL Natron
    1 TL Salz
    1 TL Fiber Husk
    ---------------------------------
    +300ml Mineralwasser
    1 EL Apfelessig
    ---------------------------------
    bei 150 Grad 1,5 Stunden backen
    In Scheiben geschnitten und auf getoastet ist es total lecker. Danke für Deine Anregung!!

    Vlg

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    1. Liebe Agnes,
      danke für Deine lieben Wünsche!
      Zuviel Rohkost geht bei mir unter anderem auch deshalb nicht, da ich dann total friere.

      Die Abwandlung des Rezeptes klingt interessant, vor allem die Flohsamenschalen. Und auch der EL Essig. Werde ich mal so nachbacken in nächster Zeit! :-)
      Liebe Grüße
      Iris

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  10. Ogott, dir gehts ja genau wie mir! Schau doch mal vorbei: www.vegantemptation.blogspot.com
    ich habe schon einiges zu meinen Leiden gepostet ;)

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  11. Liebe Iris,

    es tut mir so leid für dich!! Weil ich selber davon betroffen bin, daß mein Körper aufgrund meiner Nahrungsmittelunverträglichkeiten bestimmte Ernährungsformen ausschließt (zB vegan oder sogar vegetarisch), kann ich die Situation glaube ich ganz gut verstehen. Ich habe manchmal mitten im Supermarkt angefangen zu weinen. Ich war so wütend auf meinen Körper und gleichzeitig so traurig, weil er mich nicht hat machen lassen, wie ich wollte. Aber vegan nur mit Hülsenfrüchten und ein paar Nüssen hat für mich nicht gut funktioniert, und ich kann mich auch nicht jeden Tag mit Eiern vollstopfen. Alles ausprobiert und dann zähneknirschend doch wieder zu Fisch und ein bißchen Hühnchen zurückgekehrt ... :(

    Fühl dich umarmt!! Ich schulde dir auch noch etwa 300 Emails, und ich bitte dich um Verzeihung! Hier ist soviel passiert, daß ich seit Wochen nur im Ausnahmezustand bin. Aber ich melde mich bei dir, versprochen! Ich vermisse es nämlich auch, dir zu schreiben! :)

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    1. Liebe Kath,
      ich gehe ja davon aus, daß mein derzeitiger Zustand veränderbar ist, daher versuche ich einfach "durchzuhalten", ohne mich groß weiter reinzusteigern in den Frust. Gestern im Supermarkt hatte ich aber auch zum ersten Mal so eine Situation, wie Du sie beschreibst, wo mir nach Weinen zumute war.
      Liebe Grüße
      Iris

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  12. hallo seelengold

    vielleicht habt ihr ja alle ein b12 mangel das kann passieren wenn man kein fleisch mehr isst

    entweder man holt sich b12 tabletten oder aber es ist schon soweit das nur noch spritzen helfen

    das ist nur ein hinweis und ich hoffe er hilft euch weiter

    lg moni

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    1. Falls man keine Spritzen will tuns auch Methyl-B12 Tropfen (keine Magen-Verdauung nötig) :'D.

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  13. 1 gehäufter Teelöffel Zimt? Das ist viel und kann Beschwerden auslösen. Aber klingt wirklich eher danach als ist dein Verdauungsapparat kaputt, tut mir Leid für dich! :')

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Danke für Deinen Besuch bei mir! :-)