Sonntag, 28. Oktober 2012

Ein Schritt zurück. Zähneknirschend :-(

In letzter Zeit konnte ich meine vegane Ernährung nicht mehr 100% aufrechterhalten, aus gesundheitlichen Gründen. Ich habe seit längerem heftige Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die mir mittlerweile das vegane Essen zum absoluten Un-Genuß haben werden lassen.

Esse ich für mich "falsche" Sachen, sehen die Symptome z.B. so aus: Bleierne Müdigkeit, Körperschwäche, stark erhöhter Puls, angeschwollene Nasenschleimhaut, Herzprobleme, Herzrhythmusstörungen, Depressivität...
Alles nichts Schönes, um es euphemistisch auszudrücken.

Ich saß seit längerem schon oft am Abendbrottisch und aß artig die extrem eingeschränkte Auswahl an veganen Produkten, die ich noch vertrage, und es schmeckte mir absolut nicht mehr, und ich wurde auch einfach nicht mehr satt. Genuß gleich Null. Ein Gefühl des Unglücklichseins und der Unzufriedenheit nach den Mahlzeiten. Kann das ein richtiger Weg sein???

Damit Ihr versteht, um was für Nahrungmittel es bei den Unverträglichkeiten geht:

Ich vertrage keinerlei Gluten. Daraus folgt:
Keinerlei Nudeln.
Keinerlei Brote oder Brötchen.
Keine Bratlinge.
Kein Kuchen.
Keine Getreidebreie.
Keinerlei vegane Ersatzprodukte, die Gluten enthalten (fast alle veganen Ersatzprodukte basieren auf Gluten!).
Somit keine veganen Aufschnitte, keine veganen Würstchen, keine veganen Schnitzel und was es da nicht alles Tolles gibt.

Ich liebe z.B. die kreativen Ideen auf Peter´s Blog (die Umsteiger), und mir läuft immer das Wasser im Munde zusammen bei seinen tollen Kreationen. Doch ich kann sie nicht nachkochen, nur angucken :-(. Das ist auf Dauer extrem frustrierend.

Mittlerweile vertrage ich auch etliche glutenfreie Getreide nicht mehr wie z.B. Mais. D.h. nicht mal mehr Maiswaffeln kommen nun noch als Brotersatz für mich in Frage, sondern ausschließlich Reiswaffeln (ich kann sie nicht mehr sehen!!!).
Glutenfrei gebackene Brote sind meistens auf Maisbasis. Auch ein Reisbrot von dm enthält zusätzlich Mais. Damit habe ich mich in den letzten Monaten, neben den Reiswaffeln, über Wasser gehalten, doch geschmeckt hat es mir nie. Vertrage tu ich es jetzt auch nicht mehr. Somit ist auch das "gegessen" (*haha!*).

Nun gibt es ja noch die leckeren diversen veganen Aufstriche. Die sind aber zumeist auf Sonnenblumenkernbasis. Ich vertrage fatalerweise aber schon lange keine Nüsse und Saaten mehr. Eine Ausnahme bilden bislang noch die Walnüsse. Somit kann ich KEINE dieser Aufstriche essen. Es gibt zwar noch die kleinen Aufstrich-Gläschen von Alnatura, die nicht auf Sonnenblumenkernbasis sind, doch die sind auf reiner Gemüsebasis, sättigen daher nicht, da sie kaum Eiweiß enthalten und schmecken alle irgendwie vornehmlich nach Essig. Ich mochte sie noch nie.

Die vegetarischen "Pasteten" in den Döschen kennt sicher jeder, und sicher weiß daher auch jeder, daß sie alle irgendwie extrem gleich schmecken. Ist auf Dauer kein Genuß.
Auch alles, was auf Cashewbasis gemacht wird, geht nicht. Mandeln gehen nicht. Haselnüsse nicht..... Also keine Mandelmilch selbermachen, keine Cashewsahne und ähnlich feine Sachen aus Nüssen und Saaten.

Nun bleiben nur noch Hülsenfrüchte und Tofu. Hülsenfrüchte sind lecker, doch sie sättigen mich nur kurzfristig. Tofu kann ich kaum mehr sehen. Immer nur TofuTofuTofu als Eiweißquelle, das macht mürbe. Karge Kost als täglich Brot, da kommt keine Freude auf.

Somit habe ich mich gezwungen gefühlt, erstmal wieder ein paar Milchprodukte in meine Ernährung einzubauen. Das heißt konkret: Ich habe zum Abendbrot gestern nach meinem Salat z.B. ein Päckchen Sahnequark gegessen. Damit habe ich mich gesättigt gefühlt und es hat mir gut geschmeckt (UND ich habe es gut vertragen). Somit werde ich in nächster Zeit zu einer Mahlzeit am Tage irgendeine Käseart essen, vornehmlich wohl Quark.

Kürzlich habe ich dennoch eine tolle vegane Mahlzeit "erfunden", das Rezept (für 2 Personen) möchte ich Euch hier zeigen. Und zwar ist es eine Art Milchreis, aber viel unkomplizierter als Milchreis, denn bei dem muß man ja möchlichst dabei stehen und immer mal umrühren, damit er nicht ansetzt. "Mein" Milchreis geht so:

180g Reis
1 Dose Kokosmilch (von Alnatura die große, weiß gerade nicht, wieviel ml da drin sind. Davon ca. 3/4 des Inhaltes)
1 geh. TL Zimt
Prise Salz
2 EL Rohrzucker
etwas Kurkuma
4 EL Kokosflocken
300 g Dose Mandarinorangen, abgetropft

Den Reis kochen.
Derweil die Kokosmilch in einem Topf erhitzen, so daß die festen Anteile schmelzen. Salz, Zucker, Gewürze und Kokosflocken einrühren.
Der gegarte Reis kommt dann in eine große Schüssel, und dort hinein gebt Ihr die erhitze, gewürzte Kokosmilch. Obendrauf die Mandarinorangen. Alles flink durchrühren und fertig ist ein superleckerer Milchreis.

Mir und meinem Freund hat er sehr gut geschmeckt, doch ich habe das Kokos leider nicht vertragen und mußte mich anschließend übergeben :-/. Ich weiß, das ist nun eine etwas bizarre Empfehlung für ein Essen ;-), aber das mit der anschließenden Übelkeit liegt ja an meiner Unverträglichkeit, nicht an dem leckeren Essen.

Ihr seht: Veganes Essen ist für mich leider nicht unbedingt eine reine Freude. Daher denke ich, daß mein vorläufiger "Rückschritt" für jeden nachvollziehbar ist. Ich finde es zwar ganz furchtbar, daß ich gegen meine eigenen ethischen Überzeugungen handeln muß, aber ich sehe momentan keinen anderen Weg.

Liebe Grüße
Iris

Dienstag, 23. Oktober 2012

Natron - DAS Hausmittel schlechthin

Das alte Hausmittel Natron ist ja auf vielen Blogs schon erwähnt worden, und ich schreibe hier nun auch noch kurz etwas dazu, da ich Euch das beste auf dem Markt befindliche Natron empfehlen möchte.

Es ist reines, natürliches Natron, welches aus den Natronseen in den USA gewonnen wird. Im Gegensatz zu dem hier in Drogeriemärkten erhältlichen wird es somit nicht auf chemischen Wege hergestellt. Es ist wesentlich billiger, was sich natürlich nur bezahlt macht, wenn man etwas mehr bestellt, da ja die Versandkosten hinzukommen. Wir haben das Natron schon zwei Male HIER bestellt, und da wir viel Natron verbrauchen, lohnt sich das dann auch.

Wofür man Natron alles benutzen kann, wißt Ihr sicher größtenteils. Wer es nicht weiß, kann es HIER und HIER nachlesen (tatsächlich mal brauchbare Infos auf Wikipedia).

Ich persönlich benutze Natron vor allem gern als Deo (es funktioniert wunderbar!) und wenn ich beispielsweise Linsensuppe koche. Die Kochzeit verkürzt sich erheblich (Linsen am Vorabend schon in Natronwasser einweichen und ins Kochwasser dann auch etwas Natron geben). Dem Hund putze ich damit die Zähne. Zudem hilft es, falls man mal zuviel gegessen hat und und und...

Habt Ihr auch noch "Geheimrezepte", wofür man Natron einsetzen kann? Wer noch weitere nützliche Anwendungen weiß, die in den obigen Links nicht aufgezählt sind, kann sie mir gern mitteilen.

Liebe Grüße
Iris

Sonntag, 14. Oktober 2012

Kastanien als Waschmittel!




Von einer Freundin bin ich vor wenigen Tagen darauf aufmerksam gemacht worden, daß man mit Kastanien Wäsche waschen kann. Das You Tube Video, welches ich unten eingebettet habe, zeigt, wie es geht. Dort wird auch erklärt, warum die vielgelobten Waschnüsse nur ein Pseudo-Ökoprodukt sind (haarsträubend!).

Glücklicherweise ist gerade jetzt Kastanienzeit, und so haben wir vor 2 Tagen ordentlich Kastanien gesammelt. Weil ich meine Kastanien eher klein fand und denke, eine etwas größere Menge als im Video empfohlen kann sicher nicht schaden, habe ich mein Waschmittel mit 10 Kastanien angesetzt. Ich habe sie nicht zerschnitten, sondern in einen Einkaufsbeutel getan und mit einem Hammer ordentlich zertrümmert für eine optimal große Oberfläche (beim nächsten Mal werde ich sie zu noch kleineren Stücken zertrümmern).
Gestern spätnachmittags war das, und ich habe sie in einem Glas mit Wasser angesetzt und heute am späten Vormittag damit helle Wäsche gewaschen (auf 50 Grad). Die Waschwirkung scheint gut zu sein, sogar sehr verschmutzte weiße Socken sind sauber geworden. Bei einigen Flecken scheint das Kastanienwaschmittel nicht ganz erfolgreich zu sein: So ist ein Blutfleckchen auf einem Handtuch von meinem läufigen Hunderl nicht ganz rausgegangen, allerdings ein Blutfleckchen auf einer Microfaserdecke ist völlig weg. Jedoch versagen bei so eingetrockneten Flecken ja oft auch konventionelle Waschmittel, somit ist das für mich kein Einwand gegen die Kastanie.

Wie sich das Waschen mit Kastanien auf weiße Wäsche langfristig auswirkt, kann ich natürlich noch nicht sagen, vlt gilbt oder vergraut sie dann etwas. Somit müßte man ggf. bei Bedarf was zum Wäscheweißen mit in die Maschine tun. Da soll Natron gut für sein, dies habe ich selbst aber noch nicht probiert.

Nun bin ich jedenfalls erstmal sehr positiv überrascht über meine Kastanienwäsche und freue mich, auch die nächsten Waschgänge damit zu waschen. Wenn Ihr Euch beeilt, könnt Ihr noch Kastanien finden. Also, nichts wie raus! ;-)

Liebe Grüße
Iris

Edit:
Heute, 3 Tage nach dem Sammeln der Kastanien, habe ich wieder welche mit Hammer zertrümmert, sie waren jedoch schon merklich härter als am 1. Tag und sprangen beim Draufhauen oft weg. Somit empfiehlt es sich wohl, sie vor Gebrauch eine zeitlang einzuweichen. Für ganz trockene Kastanien gilt dies sowieso, man bekommt sie sonst kaum mehr klein.


Montag, 8. Oktober 2012

Stadt - Land - Lush


Bei meinem Besuch in meiner alten Heimat Hannover hatte ich leider meinen Mixer nicht mitgenommen, daher gab es 2 Wochen lang keine grünen Smoothies. Hätte ich den Mixer dabei gehabt, wäre ich allerdings spätestens beim Anblick dieser Unmengen an Grünkohl zum Felddieb geworden ;-). Mir ist echt das Wasser im Mund zusammengelaufen angesichts dieser Fülle von Grün, sowas von toll!





Großstadt ist ja seit längerem so gar nicht mehr mein Ding, ich fliehe regelrecht davor, aber Gott sei Dank gibt es die ländliche Umgebung, wo man schöne Gassigänge machen kann. Da mein Hund auf dem Land groß geworden ist (groß? *haha!*), mag sie auch kein Stadtgewusel, sondern ist nur im Grünen in ihrem Element.



Die Natur zeigte noch schöne Blüten und vor allem eine Menge an prallen, leckeren Äpfeln.



In Hannover hat ein LUSH-Shop eröffnet, den habe ich daher aufgesucht und ein paar Haarpflegeprodukte gekauft: Kokos-Shampoo, das finde ich ganz gut. Dann das Grüne, das ist Conditioner. Hab irgendwie gedacht, es ist sowas wie eine Pflegespülung und habe es aufgrund des noch verhältnismäßig "günstigen" Preises gekauft (die richtigen Pflegespülungen in Flaschen waren schockierend teuer). Es pflegt aber leider nicht, ich hätte lieber doch mehr Geld ausgeben sollen und eine richtige Spülung nehmen sollen. Bei der Haarspitzenpflege habe ich dann schließlich alle Vernunft fahren lassen und habe für fast 20(!) euro ein kleines Töpfchen gekauft. MUSS bei dem Preis ja gut sein, dachte ich. Ist aber leider nicht so, ich finde es sehr klebrig und unangenehm. Somit mein Fazit: Shampoo-Seife okay und sicher auch sehr ergiebig, somit preislich letztlich in Ordnung. Die anderen beiden Sachen gefallen mir nicht. Irgendwie riechen die LUSH-Sachen auch sehr synthetisch, das behagt mir nicht so. Aber falls jemand noch einen Tip hat für ein ultimativ empfehlenswertes LUSH-Produkt, würde mich das interessieren. Denn nur drei Produkte reichen ja wirklich nicht, um sich ein abschließendes Urteil zu bilden.


Was ich auch noch aufgesucht habe war der Alnaturamarkt. Hier in Trier habe ich Alnatura nur bei dm, und das Sortiment dort ist im Vergleich zu den "Original-Läden" doch recht eingeschrumpelt. Somit konnte ich ein paar Tofus ergattern, die ich über dm noch nicht kannte. Was aber kein Verlust ist, wie sich herausstellte, da ich sie nicht sonderlich gelungen fand. Der Bärlauch Tofu schmeckte kein bißchen nach Bärlauch, sondern war total scharf, mit Chili gewürzt. Erdnüsse harmonieren nicht so gut mit Tofu, finde ich. Und der Paprika Tofu war relativ lasch gewürzt. Daher hat das Hundchen einiges davon abbekommen.

So, nun muß ich mich erstmal wieder Zuhause einleben und Ordnung schaffen.

Liebe Grüße
Iris